Mannerschnittentorte

So endlich gibt’s mal wieder ein Rezept für euch und was könnte zum Wochenendbeginn besser als was süßes sein? 😉

Letzes Wochenende gab es bei uns mal wieder eine Familienfeier und da meine Familie recht häufig als Versuchskaninchen herhalten muss, hab ich mich mal wieder kreativ ausgelebt. Wobei, so kreativ war’s zugegeben nicht, schließlich wollte ich ein Rezept nachbacken, dass mir schon eeeeeewig im Kopf herumschwirrt.
Kennt ihr dieses Bild?

Bild
Ja genau, das ist das Foto der dich zum Sabbern bringenden Mannerschnittentorte, das immer mal wieder von der Veganen Gesellschaft Österreichs auf der Facebookseite gepostet wird.

Jedes Mal sitze ich davor und denke mir ICH WILL AUCH! .. am besten soll ein Stück dieser Torte gleich durch den Bildschirm auf meinem Schreibtisch laden.

Tja, sogern ich Märchen auch mag, aber das spielts dann halt doch nicht. Also habe ich mich dieses Wochenende voller Motivation an die Arbeit gemacht.

Beim durchlesen, des Rezepts war mir allerdings schnell klar, wenn ich wirklich die volle Menge nehm wird mir und den anderen sicher schlecht. Zu viel Zucker, zu viel „Schlagobers“, einfach zu viel.

Daher gibt’s hier mein abgewandeltes Rezept.

Was braucht man? (Springform 22cm)

Für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 150 g geriebene Haselnüsse
  • 250 ml Pflanzenmilch (bin mir sicher Haselnussmilch wär genial)
  • 100 g Zucker
  • 120 ml Rapsöl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker

Für die Füllung:

  • 3 Pck. Mannerschnitten
  • 3 Pck. Soyatoo Sojasahne/Reissahne
  • 4 Pck. Sahnesteif
  • 100 g Haselnuss-Schokoaufstrich (ich hab den vom DM genommen)

Für die Deko hab noch ca. eine halbe Packung Mannerschnitten gebraucht.

Wie wird’s gemacht?

Zu Beginn könnt ihr alle trockenen Zutaten miteinander vermischen. Anschließend gebt ihr die Pflanzenmilch und das Öl dazu und mischt alles kräftig durch. Das schöne an veganen Kuchen ist ja, da kann man nicht viel falsch machen. 😉
Wenn ihr alles gut miteinander vermischt habt, fettet ihr zwei Springformen mit einem Durchmesser von 22 cm aus, staubt noch ein wenig Mehl hinein und verteilt den Teig gleichmäßig.
Bei mir ist die Maße sehr dick geworden, sodass ich am Anfang ehrlich daran gezweifelt habe, ob sich das für 2 Böden ausgeht. Tut es! Nicht vergessen, es ist 1 Packerl Backpulver drinnen.

Jetzt müssen die Böden für ca. 40min in einen 180 Grad heißen Ofen.

Wenn ihr die berühmte Stäbchenprobe gemacht habt und es passt alles, dann lasst die Böden auskühlen. Beim Auseinanderschneiden müssen sie kalt sein, sonst zerbricht euch alles.

Währenddessen könnt ihr aber schon einmal die Creme vorbereiten. Bei mir war es eine Prämiere. Ich hab bis jetzt noch nie mit Sojaschlagsahne gearbeitet. Versuch Nr. 1 ist deswegen auch gleich gescheitert. Ich hab mich für die Marke Provamel entschieden und wie angegeben, aufgeschlagen, Sahnesteif dazugegeben und weitergeschlagen. Ergebnis, eine flüßige weißes Etwas. Definitiv nicht zum Cremmachen geeignet.
Versuch Nr. 2 ist mir dann zum glück geglückt. Hier habe ich eine Packung Soyatoo Reissahne verwendet, die ist von natur aus schon sehr fest und habe dann noch 1/2 Packung Provamel dazugegeben und das Sahnesteif. Uff. ich sag euch, mein Herz ist mir in die Hose gerutscht, mehr Pflanzensahne war nämlich nicht im Haus. Sahne steif, juhuu, also 3 Packungen Schnitten in ein Plastiksackerl geben und ordentich mit dem Nudelwalker (Nudelholz) zerquetschen. Die Brösel kommen dann in das feste Schlagobersgemisch. Alles noch einmal durchrühren, fertig. Ab in den Kühlschrank damit!

Ab geht’s zur nächsten Königsdisziplin, Böden auseinanderschneiden. Geradebleiben nicht vergessen! 😉 Mein liebstes Werkzeug dafür ist ein schönes scharfes Messer.
Wenn die Böden halbiert sind, könnt ihr damit anfangen euren Tortenturm zu machen. Auf die unteren Boden kommt der Haselnussaufstrich. Ihr tut euch leichter, wenn ihr in vorher anwärmt, dann ist er  besser streichbar. Am besten für 2 Minuten auf den Ofen stellen und schön umrühren.

Das weitere Prozedere: Den unteren Boden mit dem Aufstrich bestreichen, ein Viertel der Creme darauf verteilen und glatt streichen, dann den nächsten Boden draufsetzen und wieder mit Aufstrich und Creme bestreichen usw. usw.
Prefektionisten kann ich einen Tortenring wärmstens ans Herz legen. 😉

Wenn euer Tortenturm fertig ist ummantelt ihr die Torte noch einmal mit der Creme. Bei mir war es fast zu wenig, daher würde ich euch wirklich empfehlen 2 Packungen Soyatoo zu nehmen! So bleibt noch genug überig um die Torte zu verzieren.

Ist das geschafft, dürft ihr eurer Kreativität beim Verziehren freien lauf lassen. Einen Tipp habe ich allerdings noch für euch, die Mannerschnitten wirklich erst kurz vor dem Servieren draufgeben, sonst werden sie letschert (= nicht mehr knusprig).

BildBild

Viel Spaß beim Nachmachen!

Liebe Grüße
Eure LaGusterina

PS: Die Torte ist echt super angekommen. Es gibt immer wieder die Kritik meiner Familie, dass vegane Kuchen nicht so flaumig sind (da muss ich ihnen leider zustimmen), ABER die Mannerschnittentorte hat so viele schichten, dass das gar nicht auffällt.

Advertisements

2 Antworten zu “Mannerschnittentorte

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s