Vegan sein leicht gemacht.

So und weil ich letzte Woche ein schönes Gespräch mit Lisa, der Herausgeberin von VeganBlatt gehabt habe, möcht ich hier auch noch ein paar Lösungsvorschläge für meinen etwas grantigen Eintrag von gestern anbieten.

Ein paar Dinge die das vegane Leben (oder zumindest mein veganes Leben) leichter machen würden:

Allen voran kommt bei mir die Akzeptanz. Ich für meinen Teil fang ja auch nicht bei jedem an mit „Weißt du eigentlich wie viel Fett die Wurst auf deinem Brot da hat? “ oder „Bei dem Fleischkonsum den du an den Tag legst, wirst du sicherlich keine 50, da kriegst du vorher einen Herzinfarkt.“. Von Tierquälerei und Co sprech ich hier noch garnicht.
Leben und Leben lassen ist meine Devise und ich würde mir wirklich wünschen, dass sich auch mein Gegenüber ein wenig an Zurückhaltung und Feingefühl übt.

Offenheit ist der nächste Punkt. Nicht alles was neu und unbekannt ist, ist auch automatisch schlecht oder bedrohlich. Interessierte Fragen, sind immer herzlich willkommen, solange dann nicht innerhalb von 2 Minuten die Meinung gebildet wurde und in einer unguten Diskussion endet.

Für Restaurantbesitzer ein ganz heißer Tipp, kennzeichnet doch bitte eure Speisen. Wenn vegetarische und vegane Speisen gekennzeichnet sind, macht dass das Leben um so vieles leichter! Man kann sich die Fragerei ersparen und kann so wie jeder andere Gast still und heimlich für sich wählen, ohne den Kellner und alle am Tisch in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen.

Seid nicht zu streng mit euch selbst. Ich weiß man selbst ist immer der härteste Kritiker, aber man kann auch mal schlechte Tage haben und das ist ok. Irgendwie habe ich das Gefühl, das vegan sein sehr häufig zu einem moralischen Wettkampf wird. So in die Richtung, wer hat die reinste Weste.
Meines erachtens ist jeder Schritt, auch wenn er noch so klein ist schon ein Anfang. Manchmal dauert das Umdenken und sich finden einfach eine Zeit. Und selbst wenn man für sich entscheidet, weiterhin Fleisch und andere tierische Produkte zu essen, so what? Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

Vegane (Milchschokolade) finde ich fürchterlich, daher meine Forderung: Ich will Junkfood! Ja ich weiß, veganes Essen ist auch irgendwie gesund wenn man es richtig macht. Aber ich würde mich trotzdem riesig darüber freuen, wenn ein paar größere Unternehmen vegane Linien einführen oder Zutaten austauschen. So wie Oreo Kekse oder Mannerschnitten. Manchmal muss es einfach eine kleine Schweinerei sein und wenn es das nicht im veganen Angebot gibt (oder zu wenig davon), wird man leichter mal rückfällig. (oder zumindest ich 😉 )

Und jetzt noch ein nettgemeinter Hinweis an alle die es mit Veganern im näheren Freundes,- oder Bekanntenkreis zu tun haben. Probiert ruhig mal was aus. Ich weiß manchmal ist es schwer und mühsam immer eine Extrawurst zu machen, aber glaubt mir euer Gegenüber wird sich die „Haxen ausgfreuen“, wenn ihr es versucht. Es ist zwar toll, wenn es nicht stört, wenn man selbst etwas zu essen mitbringt, aber glaubt mir, bekocht zu werden ist etwas wunderbares und unglaublich schön! .. und eines kann ich euch verraten, vegan kochen/backen ist wirklich nicht schwer! 🙂

Das wars auch schon wieder von mir!

Alles Liebe,
Eure LaGusterina

PS: Falls euch noch ein paar Tipps einfallen, immer her damit!

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2 Antworten zu “Vegan sein leicht gemacht.

  1. Dann nutze ich hier doch die Gelegenheit zum Fragen 🙂 hab Deinen Blog eben entdeckt und mag diesen Post sehr.

    Ich würde mit einer Veganerin nicht über Sinn und Unsinn sprechen wollen, sondern mich interessiert das „warum“ (nicht als Rechtfertigung, sondern wegen der Motive, also völlig wertfrei) und dann auch generell, wie machst Du XY. Es gibt ja viele Gerichte, von denen Nicht-Veganer denken, dass man sie nicht mehr zubereiten kann. Sind solche Fragen „angebracht“ oder kommt man da als befragte Person irgendwann in den Status, dass es nervt, weil andauernd gefragt?

    Oh ja, ausprobieren finde ich klasse und dank einer Vegetarierin im Freundeskreis habe ich schon viele tolle Gerichte kennengelernt. Das betrachte ich eher als Bereicherung, denn als Hindernis 🙂

  2. Schön, dass dir der Post gefällt! 🙂

    Also wenn ehrliches Interesse besteht, finde ich Fragen nicht nervig. Vor allem bei Küchentipps bin ich selbst immer gleich Feuer und Flamme und kann mich manchmal nicht beherrschen.

    In manchen Fällen habe ich persönlich allerdings das Gefühl, dass Menschen Fragen stellen, nur um anschließend ihre Meinung sagen zu dürfen. Das hat dann für mich nichts mehr mit Interesse zu tun, sondern ist einfach nur eine Egosache, die mich innerlich echt grantig macht.
    Es gibt natürlich auch Tage, da möchte man einfach nur Essen und nicht großartig erklären, wieso man denn nun so isst, aber das ist genauso wie mit schlechter Laune, da kann das Gegenüber nichts dafür. 😉

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