Marillen-Himmbeer Pie

Weiter geht’s mit marilligen Rezepten.

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Obwohl das Bäumchen im Garten meiner Eltern erst 2 Jahre alt ist, trägt dieser kleine Marillenbaum schon ordentlich Früchte. Natürlich freu ich mich darüber, aber langsam frag ich mich was ich mit den vielen Marillen denn noch machen soll? Marillenmarmelade habe ich schon gemacht, das Marillenchutney vom letzten Jahr hat mich nicht so ganz vom Hocker gerissen, daher fällt es für dieses Jahr aus, Marillen für den Winter einfrieren ist auch schon erledigt, Marillenknödel sind auch schon in der Gefriertruhe und Marillenkuchen wurden auch schon einige gebacken.

Das schöne an so viel Überfluss ist, dass ich mir die Freiheit herausnehmen kann um ein wenig herum zu experimentieren.
Dieses Wochenende habe ich mich für einen Marillen-Himbeer Pie entschieden. Ursprünglich sollte es ein reiner Marillenkuchen werden, aber ich hatte die Befürchtung, dass es dann doch ein touch too much wird, und mir die spritzige Note fehlt. Aus diesem Grund hab ich mal in unsere Gefriertruhe geschaut und was seh ich da – Himbeeren! Perfekt!

Inspiration für den Kuchen habe ich mir von Vegan Pie in the Sky geholt, wobei ich den Teig 1 zu 1 aus dem Kochbuch übernommen habe.

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Wie wird’s gemacht?

Buttery Double Crust (Teig)

  • 2 1/2 cups Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 3 EL Zucker
  • 8 EL Butter (zB Alsan)
  • 8 EL Backfett (zB Frivissa)
  • 6 EL Eiswasser
  • 1 EL Apfelessig

Füllung

  • 1kg Marillen
  • 500g Himbeeren
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2/3 cup Zucker
  • Eine Prise Muskatnuss
  • 4 EL Maisstärke

Wie wird’s gemacht?

Zuerst müsst ihr den Teig machen. D.h. ihr nehmt Mehl, Salz und Zucker, vermischt alles miteinander und gebt die Zutaten auf die Arbeitsfläche. Das ganze wird wie ein Mürbteig d.h. ihr macht jetzt eine Mulde in die trockenen Zutaten und gebt jeweils die Hälfte der Menge von Butter und Backfett in den Teig. Jetzt fangt ihr an die Zutaten miteinander zu verkneten. Wenn der Teig anfängt klumpig zu werden, gebt ihr den Rest des Fettes zum Teig. Keten das Fett in den Teig und gebt anschließend das Eiswasser und den Apfelessig dazu. Macht das langsam und am besten stückweise. Immer ein wenig Flüssigkeit in den Teig schütten und dann kneten. Der Teig braucht eventuell etwas Zeit um die Flüssigkeit aufzunehmen. Möglicherweise braucht ihr auch noch 2 EL Wasser mehr, das macht aber gar nichts. Wichtig ist dass der Teig geschmeidig wird und ihr ihn gut formen könnt.
Wenn das der Fall ist könnt ihr den Teig in etwas Folie einwickeln und in den Kühlschrank geben, bis ihr ihn wieder braucht.

Für diese Kuchen brauch ihr übrigens eine Form mit 22cm Durchmesser.

Nun könnt ihr euch um den Inhalt eures Pies kümmern. Nehmt dafür 1kg Marillen. Wascht die Marillen, entkernt sie und schneidet sie dann in kleine Stücke. Dadurch könnt ihr sie dann besser in die Form „quetschen“. Ich habe TK Himbeeren verwendet, ihr könnt aber auch gut und gerne frische Himbeeren nehmen. Das ist vielleicht auch besser, weil bei meinem Pie am Schluss immer sehr viel überschüssiger Saft vorhanden ist, den ich beim Rausnehmen des Kuchens schon etwas abschöpfe und der trotzdem beim Anschnitt wie ein Wasserfall hervorsprudelt. Vermischt dann das Obst mit dem Zucker, der Muskatnuss, dem Zitronensaft und den Maisstärke. Lasst alles ein wenig durchziehen.

Heizt den Ofen auf 220 Grad vor.

Nehmt den Teig wieder zur Hand und teilt ihn in einem Verhältnis 60:40. Nehmt den größeren Teil und rollt ihn auf ca. 0,5cm aus. Das wird der Boden und die Seitenwand eures Pies. Legt den Teig in die ausgebutterte Form und schaut dass der Teig auch an den Seiten bis nach ganz oben reicht.
Ich habe eine Form genommen, bei der man den Boden nach oben schieben kann. Stürzen kann man diesen Kuchen nämlich nicht!

Wenn ihr den Teig in die Form gelegt habt, könnt die die Obstmischung in die Form geben. Nicht vergessen, alles muss rein und kann auch rein! Im Notfall müsst ihr ein wenig nachhelfen. Abschließend nehmt ihr den restlichen Teig, rollt ihn ebenfalls auf 0,5cm aus und bedenkt damit euren Pie. Verknetet vor allem die Enden gut miteinander.
Wenn ihr wollt könnt ihr auch so wie ich ein Gitter machen. Das ist aber nur Spielerei.

Wenn ihr eine Pflanzenmilch offen habt, bestreicht den Teig damit, ansonsten reicht auch einfaches Wasser.

Jetzt geht es für den Pie ab in den Ofen. Zuerst soll er 20 Minuten bei 220 Grad backen und dann noch einmal 35-40 Minuten bei 180 Grad.
Vorsicht! Die Füllung des Pies wird ein wenig übergehen, oder ordentlich blubbern. Stellt deswegen lieber ein zweiten Backblech unter den Kuchen sonst gibt’s eine ordentliche Sauerei.

Pie II

Wenn der Pie fertig ist nehmt ihr ihn aus dem Ofen und lasst ihn noch für ca. 20 Minuten abkühlen. Wenn ihr findet, dass zu viel Flüssigkeit im Kuchen ist und ihr ein Gitter gezaubert habt, leert den Saft am besten noch bevor ihr den Pie aus der Form genommen habt ein wenig aus. Es wird immer noch sehr viel Saft in dem Kuchen sein, also vorsicht beim Anschneiden.

Geschmacklich ist der Kuchen super! Ideal für den Sommer. Wie ich ihn allerdings noch optisch besser hinbekomme, weiß ich noch nicht. Vielleicht habt ihr ja Tipps für mich?

Pie III

Alles Liebe
Eure LaGusterina

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2 Antworten zu “Marillen-Himmbeer Pie

  1. Oh, das sieht ja super lecker aus! Schade, dass man Kuchenstücke nicht per Email verschicken kann, aber dafür hab ich ja das Rezept. Da muss ich mal den PC ausstellen, den Ofen anwerfen und selbst die Ärmel hochkrempeln 🙂
    Und dann noch mit Früchten aus dem eigenen Garten, das ist schon was besonderes. Ich muss mich nun erstmal schlau machen, was Madrillen auf Englisch heißt und wo man die hier kaufen kann.
    LG und guten Appetit, Katarina 🙂

    • Haha, das denke ich mir auch öfter!
      Marillen sollten im Englischen übrigens Apricots sein, aber wenn du die nicht zur Hand hast kannst du auch Äpfel reinschneiden, oder eine Torte mit Buntem Beerenmix machen.

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