Froschkönig

Mein Bücherstapel für März und April wird immer kleiner! 2 Wochen hab ich noch um meinen SuB fertig zu lesen.

Gestern bin ich endlich mit dem Buch Froschkönig von Adam Davies fertig geworden. Für meine Verhältnisse war ich schnell beim Lesen – nur 2 Wochen – und das obwohl das Buch ein Frosch geblieben ist.

Eine Freundin hat mir dieses Buch schon mit einer persönlichen Vorwarnung weitervererbt. Klappentext klingt gut, aber das Buch ist dann irgendwie ganz anders.
Genau so wars für mich dann auch.
FroschHarry Driscoll, 26, tut alles, um ein klischeefreies Leben zu führen, beruflich wie privat. Das größte Klischee von allen ist für ihn die Liebe. Bis Evie auftaucht und er merkt, dass Liebe neu erfunden werden kann, wenn sich dafür nur die richtigen Verrückten finden.

Der Klappentext hört sich für mich nach einer positiven, eventuell leicht verworrenen und unkonventionellen Liebesgeschichte an, die Klischees aufgreift um sie zu widerlegen.

Nach einiger Zeit war mir aber klar, dass ich  mich da getäuscht habe.

Für mich geht es um einen jungen Mann, der sich benimmt wie der letzte Idiot, mit seinem Leben nicht klarkommt und deswegen beginnt exzessiv zu trinken und einfach nur ekelig zu sein und eine junge Frau die erfolgreich all seine Ausrutscher ignoriert und glaubt, dass er ihr Traumprinz ist.

Das einzige was man immer vom Klischee Liebe zu hören  bekommt ist, dass Harry es nicht aussprechen kann weil es 3 Worte sind die eigentlich überhaupt nichts zu sagen haben. Dass er dadurch den Menschen verliert, den er am meisten liebt sieht er nicht.
Als in Evie dann irgendwann doch mal stehen lässt, beginnt Harry das auch zu begreifen und mutiert zu einem Gutmenschen.
Ob die Beiden das wieder zusammenbringt ist allerdings fraglich – bzw. verrat ich euch das hier nicht, falls doch noch jemand das Buch lesen will. 😉

Mich hat sowohl Harry als auch Evie genervt. Alles so aufgesetzt und überdramatisch. Ich hatte fast das Gefühl es geht um die Geschichte zweier Menschen die einfach nicht glücklich sein wollen und irgendwann kommt dann die große Wende.

In einigen Rezensionen steht, dass dieses Buch eine Liebeserklärung an NYC ist. Das hab ich leider nicht herausgelesen. Meist wird von den schlechten Bedingungen im Verlagswesen geredet, oder von den prekären Wohnsituationen um die man nicht herumkommt, wenn man kein Geld hat. Ok, ab und zu gibt es Party’s. Nach diesem Buch würde ich mir allerdings 3x überlegen ob ich in NYC leben will, wenn das Geld nicht stimmt.

Mir war der Roman zu konstruiert, manchmal zu abgedreht und ich habe mich einfach nicht von den Charakteren mitreißen lassen können.

Etwas positives hat das lesen des Buches dann aber doch gehabt. Ich bin auf die Idee des „Gute Gedanken-Notizbuch“ gestoßen. Darin hält Harry verschiedenste Tagesereignisse fest um sie neu zu überdenken und zu lernen Dinge positiv/anders zu sehen.
Das werd ich auch in meinen Alltag einbauen! Die Idee gefällt mir.

Mein Fazit: Das Buch wird gespendet!

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3 Antworten zu “Froschkönig

  1. Mir geht es gerade bei „Goodbye Lemon“ (auch von Adam Davies) so. Der Klappentext klang gut und ich wollte wieder mal einen neuen Autor für mich entdecken. Aber jetzt entpuppt es sich als so zäh und ich werde mit der Hauptperson nicht warm. Jetzt lasse ich es mal liegen ….
    Liebe Grüße
    Elis

    • Ich finde man muss auch nicht jedes Buch zu Ende lesen. Besser zur Seite legen und sich einem Buch widment, dass einen gerade mehr anspricht. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. 😉

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