Wasser für die Elefanten

Gestern bin ich mit dem Buch „Wasser für die Elefanten“ fertig geworden und noch immer hin und weg davon.
Das war seit langem mal wieder ein Buch, dass mich in seinen Bann gezogen hat und mir die Entscheidung Spazieren gehen/Film schauen/Zusammenräumen ODER lesen sehr leicht gemacht hat.
410 Seiten waren innerhalb von nicht einmal einer Woche verschlungen!

Zugegeben am Anfang war ich etwas skeptisch, das Buch hat durchgängig gute Bewertungen (ja, ich schau auf sowas) und es gibt schon einen Film darüber. Das Cover meines Buches zeigt leider Robert Pattinson und Reese Witherspoon und mein erster Eindruck war: seicht und schnulzig.

Wasser für die ElefantenDas schwierigste Kunststück: die Liebe zu finden. Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich doch eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen – bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf …

Das Buch hat mich dann aber echt überrascht! Nach meiner Verwirrung über die ersten 30 Seiten – englische Namen in deutschem Text und dann sind sich die alle auch noch so ähnlich und keiner wird so richtig beschrieben – bin ich auch schon voll reingekippt!

Der Hauptcharakter Jacob Jankowski, der sich als alter Mann an seine Geschichte zurückerinnert, nimmt einen mit auf eine unglaubliche Reise, aber immer mit einem sehr realistischen Beigeschmack.
Man lernt sein Leben im Pflegeheim kennen, aber auch seine Vergangenheit die so gar nicht zu seinem jetztigen Lebensstil passen will.

Kein Geld, kein zu Hause und kein Ausweg. Man kann sich vorstellen wie es damals war zu Zeiten der Wirtschafskrise und der Prohibition zu leben. Man spürt die Trostlosigkeit und Verzweiflung, aber auch das Wesen der Einzelnen lässt sich durch diese angespannte Situation gut erkennen und die Kameradschaft die sich zwischen den unterschiedlichsten Menschen entwickelt.
Mitten drinnen befindet sich -der aus gutem Elternhaus kommende und unschuldige – Jacob der mit viel Glück als Tierarzt beim Zirkus unterkommt. Einem heruntergekommenen Zirkus, bei dem Brutalität zum Alltag gehört, eine strenge Hierarchie herrscht und die Lebensumstände sowohl für Mensch als auch für Tier untragbar sind.
Der Hauptcharakter Jacob lässt den Leser hautnah am Zirkusleben teilhaben, man hat das Gefühl man steht mit ihm neben den Pferdeboxen oder stellt sich beim Essenswagen an.
Auch die anderen Charaktere lernt man im Laufe des Buches näher kennen und man beginnt zu verstehen wie der Hase im Zirkusgeschäft so läuft..

Die Autorin schafft es einen schönen Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu machen. Man hat das Gefühl der eigene Opa sitzt gerade vor einem und würde seine Lebensgeschichte erzählen.
Ich war von beiden Geschichten, die eigentlich eine sind sehr berührt.

Mein Fazit: Lesen und sich in eine andere Welt mitnehmen lassen! Perfekt für graue Tage!

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2 Antworten zu “Wasser für die Elefanten

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