30 Tage Vegan for Fit – mein Fazit

Tadaaaa.. die 30 Tage Challenge ist vorbei!

.. und da ich ein kleiner Listenfreak  bin, gibt’s hier mal eine kleine Pro und Kontraliste für euch:

+ originelle Rezepte+ schnelle Zubereitung
+ kaum Guster auf Süßes

~ Energielevel unverändert
~ manche Zutaten sind schwer zu besorgen

– Organisationsaufwand
– keine saisonalen Zutaten
– Gewichtszunahme (+1.5kg)
– soziale „Isolation“

Gleich mal Vorweg, das Konzept von Vegan for Fit finde ich toll. 30 Tage lang nach Fahrplan kochen, die Ernährung- und Bewegungsgewohnheiten überdenken und Neues entdecken.
Obwohl ich seit über 10 Jahren vegetarisch esse, hab ich während dieser 30 Tage sehr viel mitgenommen und Neues kennengelernt. Die Rezepte kommen ohne Reis, Nudeln und Kartoffeln aus, Milchprodukte und CO sind sowieso Tabu und auch Zucker wird vom Speiseplan gestrichen. Das finde ich sehr toll, weil man dadurch auf längst vergessene Kohlenhydratquellen wie Amaranth, Quinoa, Hirse zurückgreift, oder aber ganz neue Produkte kennenlernt.
Bei mir waren das zum Beispiel Nußmuse. Die finde ich ganz toll! Wieso nicht statt Nutella ein wenig weißes Mandelmus aufs Brot?
Wichtig ist bei dieser Ernährungsweise auch, dass man sich satt isst. Obwohl es verschiedene Stufen gibt, die man nur zu einer gewissen Zeit essen sollte wird immer betont, dass man so lange essen soll bis man satt ist und wenn es ab 4 Std. vor dem schlafen gehen wirklich heißt, nichts mehr essen aber der Magen grummelt trotzdem noch – eine Hand voll Nüsse geht immer. 😉

Die positiven Effekte wie schönere Haut, Gewichtsreduktion, sich wacher oder fitter fühlen, sind bei mir leider ausgeblieben.
Die Hauptmotivation der meisten „Challenger“ ist meist abnehmen. Das hat auch  bei vielen gut geklappt und auch im Kochbuch selbst gibt es ein kleines Beiheft mit den Erfolgen der ersten Challenger. Was ich schade und ein wenig irreführend finde ist, dass nirgendwo Größe oder Ausgangsgewicht angegeben sind. Einer 1,70m großen Frau mit 100kg dürfte es leichter fallen ein paar Kilos los zu werden, als jemanden mit Normalgewicht.
Das habe ich auch im Forum oft herausgelesen, vorsicht bei Normalgewicht! Es ist wohl so einigen passiert, dass sie zu- statt abgenommen haben. Meist diejenigen die nur ein wenig an ihrer Figur feilen wollten, aber trotzdem Stufe 2 Gerichte (mit mehr Kohlenhydraten) gegessen haben und weniger auf Sport gesetzt haben. (Sport ist angeblich auch kein Muss.) Kalorienarm ist das Essen auf jeden Fall nicht.

Probleme mit der Verdauung waren auch bei einigen der Fall. Bis auf einen Blähbauch ab und zu bin ich davon  zum Glück verschont geblieben.

Mit der Fructoseintoleranz ist es mir erstaunlich gut gegangen. Apfel, Agavendicksaft, getrocknete Früchte und alles mit mehr Fruchtzucker habe ich absichtlich weggelassen und durch fructosearme Lebensmittel ersetzt.

In der letzten Wochen habe ich mich allerdings zunehmend aufgedunsen gefühlt, mein Heißhunger auf Süßes war wieder da und die Lust am kochen/ausprobieren ist mir irgendwie vergangen.
Durchgezogen habe ich die Challenge zwar trotzdem, aber speziell aufwändige Gerichte die in der Herstellung oder der Zutatenbeschaffung komplizierter waren habe ich (noch) nicht ausprobiert.
Der zu kurz gekommene soziale Faktor ist für mich ein großes Manko an der Challenge. Vegan in Restaurants zu essen ist generell ein Spießrutenlauf, dann aber auch noch challengetauglich zu essen ist ein Ding der Unmöglichkeit, es sei denn man begnügt sich mit Suppe und Salat.

Ich halte Vegan for Fit für einen leichten und angenehmen Einstieg in die vegane Ernährung. Man muss nicht viel nachdenken, weil man ein tolles Buch mit den unterschiedlichsten Rezepten zur Verfügung hat und zusätzlich kommt man von „Alltagsdrogen“ wie Zucker und Weißmehl los. Generell sollte man allerdings vorsichtig sein, nicht jeder Körper funktioniert gleich und was für den einen der ultimative Weg zum Abnehmen und Wohlfühlen ist, kann für den anderen kontraproduktiv sein.
Mein persönliches Fazit ist: Ich werde weiterhin vegan essen.* Die Challenge hat mir gezeigt, dass mir Käse, Weißmehl, Nudeln, Milch,.. nicht auf meinem Speiseplan fehlen. Mit Zucker hab ich Schleckermaul schon eher Probleme 😉 .. aber auch da habe ich mir vorgenommen selbst produktiv zu werden.
Es wird auf jeden Fall nicht mehr nach Plan gegessen und gekocht und ab und zu darf auch mal was schnelles/ungesundes auf den Teller. Wie ich das „Problem“ mit Einladungen und Essen gehen löse weiß ich noch nicht 100%, aber da werde ich euch auf dem laufenden halten und so manches Restaurant auf Herz und Nieren testen! 🙂

* Dieses Wochenende war mein erster nicht veganer Tag und die Milchschoko war zu süß, der Kuchen unnötig und auch das kleine Pizzastückchen ist mir schwer im Magen gelegen.

PicMonkey Collage

Was hab ich alles nachgekocht und wie hat’s geschmeckt:

  • Pancakes mit Himbeereis (+)
  • Erdnuss Schoko Müsli (+)
  • Beerenmüsli (+)
  • Breakfast Crunch mit Mandelmilch (~ wird leider matschig beim Mitnehmen; geschmacklich 1a)
  • Apfel Zimt Hirsecreme (~)
  • Rührei mit Brötchen (~)
  • Berlin Toast (+)
  • Fast Life Sandwich (+)
  • Spartaner-Hirse Mediterran (+)
  • Vegan for Fit Brötchen (~)
  • Quinoa mit Spinat Safran Creme (~)
  • Quinoa Salat to go (+)
  • Blumenkohl Curry Crunchy (-)
  • Zucchini-Spaghetti Bolognese (-)
  • Gemüselinsen (+)
  • Weiße Bohnen in Basilikum-Tomaten-Soße (+ mag ich lieber mit Kidneybohnen)
  • Erbsen Mandelcreme Suppe (+)
  • Rote Linsensuppe (+)
  • Auberginen Schiffchen mit Mandelcreme (+)

Nicht vergessen, probieren geht über studieren! 😉

Alles Liebe,
Eure LaGusterina

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3 Antworten zu “30 Tage Vegan for Fit – mein Fazit

  1. Zum Glück geht’s nicht nur mir so! Es ist schon faszinierend, wie wenig man essen kann, ohne abzunehmen…

    • Hm.. als wenig hab ich es nicht empfunden. Vor allem ist ja öfter in dem Buch erwähnt worden, dass man sich satt essen soll. Das Konzept scheint nur nicht für jeden abnehmfreudigen geeignet zu sein.

  2. Wenig fand ich das damals auch eher nicht, waren eher Männer-Sportler-Portionen! 🙂 Aber ich empfand den Energiegewinn bei mir enorm, hatte sicher auch mit meiner Laktoseintoleranz zu tun, die sich ja damit erledigt hatte. Nach 2 Anfangswochen mit teilweise leichten Kopfschmerzen waren auch die vorbei, und ich hätte Bäume ausreißen können. Abgenommen habe ich auch, vor allem nehme ich aber heute nur noch ein Drittel der Medikamente, die ich als Chronikerin nehmen muss. War ein fantastischer Einstieg in die vegane Ernährung, die ich bis auf wenige Ausnahmen beibehalten habe. Vegan ist die Zukunft und für mich nur ein Gewinn!

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